Wochenreport #6 - Deutsch

November 9, 2018

Reisebericht bis am 26. Okt. 2018

 

Verloren in Schweden…
Nach dem ich auf die glorreiche Idee kam, vom Flughafen Göteborg weiter zu trampen haben sich die Ereignisse überschlagen.
Die Idee war super und nach einer entspannten Nacht, in der ich verregnet wurde, weil ich das Wetter falsch eingeschätzt habe (oder einfach zu faul war mein Zelt aufzubauen), bin ich extrem schnell auf die Strasse gekommen.
Das erste Mal wurde ich von einer jungen Frau mitgenommen, was beim Autostop wirklich selten ist. Da wir den gleichen Musik Geschmack hatten war die Fahrt sehr amüsant und wir haben mehr gesungen als geredet. In Jönköping, von wo ich weiter trampen wollte, kam ich dann jedoch nicht mehr vom Fleck und nach über einer Stunde des Wartens ging ich ins IKEA Restaurant um Internet zu schnorren und die originalen Kötbullar auf Schwedische Art zu probieren.😎

 

 


Zum Glück kam ich nicht weg, denn wie ich per Email erfuhr, plante mein nächster Gastgeber von Nordschweden in die Nähe von Jönköping zu kommen um einen Anhänger abzuholen. Also änderte ich meine Pläne und entschloss in der Gegend zu bleiben bis mein Gastgeber hier ist, um anschliessend mit ihm zusammen nach Jokkmokk zu fahren.

Die schönste Stadt nach meinem Geschmack (am Wasser) war am Ufer des grössten Sees von Schweden, in Lidköping (irgendwie heisst jede zweite Stadt in dieser Gegend “Irgendetwas-Köping”, fast wie bei uns “Irgendetwas-Wil” 😜
Am Abend um 9 Uhr an einem Ort anzukommen, von dem ich keine Ahnung hatte, war ein Scheiss Gefühl. Es war kalt, dunkel, ich kannte kein Schwein, hatte keinen Plan was ich die nächsten Tage machen sollte, keine Ahnung wie ich Leute kennen lernen soll, ich war einfach verloren… Ich hätte kotzen können in diesem Moment und auch wenn ich kein Heimweh hatte, so muss ich doch zugeben, dass ich mir vorgestellt habe, wie schön es wäre jetzt ins Nats zu gehen und eine Bier zu trinken. Aber genau diese Momente der Verzweiflung habe ich gesucht und irgendwie war es ganz cool so verloren zu sein.

Also bin ich los gelaufen, in Richtung 24-Stunden-McDonalds, wo ich mein Zelt im Wald nebenan aufbauen wollte um vom 24h WC und WLAN zu profitieren 😉

 

 


Als ich jedoch an der Kirche (mit grosser Wiese) vorbei gelaufen bin, die viel näher am Bahnhof war als der McDonalds, dachte ich an die Gastfreundschaft von Jesus über die in der Kirche immer berichtet wird und habe dankend angenommen. Mein Zelt war schnell aufgebaut und die Nacht vor der Kirche war sehr ruhig.

Am nächsten Tag bin ich auf die Idee gekommen auf Couchsurfing nach einer Möglichkeit zu suchen, Leute kennen zu lernen. Denn das Problem war ja nicht, dass ich nicht draussen schlafen konnte sondern, dass es alleine in einer Stadt langweilig war. Glücklicherweise hatte ich in wenigen Minuten einen Schlafplatz gefunden und so kam ich sogar in den Genuss von Elchfleisch zum Abendessen. Um mir die Schwedische Gesellschaft näher anzuschauen und noch ein paar andere Leute kennen zu lernen, ging ich am Sonntag in die Kirche und was ich da antraf, übertraf alle Erwartungen. Vom Gottesdienst habe ich kein Wort verstanden, aber der einzige Typ in meinem Alter, der auch noch in der Kirche war, kannte auch niemanden in dieser Stadt, da er erst seit ein paar Tagen hier wohnte. Nach einer kurzen Unterhaltung hat er mich zu sich nach Hause eingeladen und so waren wir plötzlich zu zweit alleine, was um einiges angenehmer ist 😄
Bei Oskar bin ich dann zwei Nächte geblieben und habe sogar einen Schwedischen Männerchor besucht. (Tanks a lot Oskar Syrén for your hospitality)

 

 

 

Nach meinem Aufenthalt in Lidköping bin ich dann noch 2 Tage auf einen kleinen Bauernhof, wo ich einer Familie (auch über Workaway) beim Bau von einem Baumhaus und der Erdbeerplantage für nächsten Frühling helfen konnte. Schliesslich kam mich mein Gastgeber aus dem Norden abholen und die lange Reise zu Santas Rentieren begann. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass die Reise nach Wattwil fast gleich lang war wie die Fahr nach Jokkmokk…
Nach 2 Tagen, 1’400km und 18 Stunden Fahrtzeit kamen wir heute Abend in Jokkmokk an, wo ich voraussichtlich die nächsten 3 Monate bleiben werde.

Nächste Woche kommen dann wahrscheinlich die ersten Fotos von Rentieren und vielleicht sehe ich sogar Polarlichter😃
Mal schauen mit was für Abenteuer die verbunden sind.

Viva la vida😎✌🏻

 

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