Wochenreport #4 - Deutsch

October 27, 2018

Reisebericht bis am 13. Okt. 2018

 

Mit der 4. Woche auf Reisen schliesst sich der Kreis des ersten Monats.
Ich kann es kaum glauben, dass ich schon 30 Tage unterwegs bin. Aber im Unterschied zu anderen Reisen habe ich nicht das Gefühl, dass die Zeit zu schnell vergeht. Sie vergeht genau so schnell wie sie soll und jeder Moment wird ausgekostet.
Die letzte Woche war ich im Prinzip alleine zu Hause, da mein Gastgeber selber verreist ist. Aus der vermeintlichen Ruhe wurde allerdings wenig. 🤠
So hat die Woche angefangen, in dem ich von der Organisation “Rettet das Huhn” ein paar Legehennen abgeholt habe für meinen Gastgeber. Ein Erlebnis, welches mir einmal mehr vor Augen geführt hat, weshalb eine geschützte Schweizer Landwirtschaft wichtig ist.
Diese armen Maschinen-Hühner sahen schrecklich aus, kaum ein Tier hatte rechte Federn und im Sozialverhalten waren sie offensichtlich gestört. Um so schöner ist es dann zu sehen, wie sich diese Tiere in den ersten Tage “Freiheit” entwickelt haben und nun den Rest ihres Lebens auf einem schönen Bio-Freilauf-Hof verbringen können.🐓
Für mich unverständlich, wie die Industrie ein Huhn entsorgen kann, nur weil die Eierproduktion um 20% abnimmt im zweiten Lege-Jahr...

Bei der Rückkehr von diesem Hühnertransport hat wieder das eine zum anderen geführt.
Als ich einem unserer Nachbarn seinen Anteil der Hühner gebracht habe, wurde ich zum Bier eingeladen und nach 3 Bier wurde daraus eine Grillparty. Per Zufall treffe ich immer genau diese Personen, die auch auf Reisen gehen und meine Begeisterung für die Entdeckung der Welt teilen.

 

Das gibt Mut für mehr und verücktere Abenteuer 😉
Auf dem nach Hause Weg sind mir schliesslich noch zwei Studenten der lokalen Uni über den Weg gelaufen und haben mich kurzerhand eingeladen ihre Uni zu Besuchen. Bei dieser Uni handelte es sich um das Waldorf-Institut in Witten, eine Institution auf der Basis von Rudolf Steiner, für mich absolutes Neuland. Allen schlechten Vorurteilen zum Trotz bin ich dann einen Tag in den Unterricht gegangen und habe mich darauf eingelassen, meinen Namen zu Tanzen.
Es war ein absolut lohnenswertes Erlebnis und auch wenn es nicht ein Studienplatz für meine Bedürfnisse wäre, so habe ich es trotzdem genossen meinen Horizont zu erweitern.

 

Meine Vorurteile konnte ich abbauen und durch ganz viele neue Eindrücke ersetzen.😃👍🏻
Einfach schön zu sehen, wie man durch unvoreingenommenen Kontakt mit einem Schritt nach Forne viel mehr erreicht, als durch die Angstmache und zwei Schritte zurück. Ich erhoffe mir die selben, klärenden Erlebnisse wenn ich mich auf den Islam einlassen werde, oder auch im Kontakt mit Russland und China. Angst ist meistens begründet auf Nicht-Wissen und hat selten etwas zu tun mit einer reellen Bedrohung.

Aus meinem Besuch an der Uni ist wieder ein neuer Kontakt entstanden, durch dass ein anderer Besucher dieser Uni noch keinen Schlafplatz hatte. Jetzt durfte ich für einmal den Gastgeber spielen und in kurzerhand zu “mir nach Hause” einladen. Erneut entstand ein super toller Abend mit interessanten Gesprächen über Gott und die Welt.☺️

 

Am nächsten Tag kam die nächste Überraschung, als plötzlich zwei neue Workawayer vor der Türe standen. Mein Gastgeber, der immer noch unterwegs war, hatte mich gar nicht informiert über die Ankunft der neuen Gäste, und so wurde es ein wenig hektisch die Neuankömmlinge unterzubringen. Nun bin ich aber froh, nicht mehr alleine zu wohnen und geniesse die Möglichkeit mit den zwei Argentinier mein Spanisch zu verbessern.

 

Mit der Woche geht auch mein Aufenthalt in Deutschland zu Ende und so werde ich heute meine Sachen packen und wieder an die Strasse stehen. Das Gefühl der Freiheit und der Drang nach neuen Abenteuer lassen mich dabei schon fast vergessen, dass ich wieder ein paar neu gewonnene Freunde zurücklassen werde. Nun liegen 2’500km Strasse vor mir und ich habe keine Ahnung wie lange ich dafür brauchen werde. Google Maps sagt, es dauert 25h mit dem Auto, wie ich jedoch die Situation einschätze durch meine ersten Erfahrungen, kann es gut sein, dass ich plötzlich in Polen bin, anstelle vom direkten Weg nach Schweden, was aber auch kein Problem wäre für mich 😅🙈

 

Mal schauen woher der nächste Reisebericht kommt.
Witten, “roger and out”

 

Viva la vida😎✌🏻

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